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Futterumstellung bei Katzen –
was bedeutet das und wann ist sie sinnvoll?

Eine Futterumstellung zielt darauf ab, Ihre Katze an eine neue Nahrung heranzuführen – die Vorgehensweisen sind dabei so vielfältig wie die Gründe für eine Futterumstellung:

  • Verschiedene Alterszyklen Ihrer Katze
  • Allergien oder Futtermittelunverträglichkeiten
  • Umstellung auf Diätfutter
  • Bisher gefütterte Sorte wird nicht mehr produziert
  • Wunsch, auf ein hochwertigeres Futter zu wechseln

Katzen beurteilen ihr Futter nicht nach Qualität, sondern nach Geruch, Geschmack und Konsistenz. Deshalb reagieren sie auf neue, ungewohnte Nahrung meist mit Unverständnis und Inakzeptanz. Eine Futterumstellung kann bei wählerischen Tieren sinnvoll sein, um dem Tier Abwechslung zu bieten.

Egal welche Gründe auf Ihre Katze zutreffen, die Umstellung von Nass- auf Trockenfutter oder BARF sollten Sie vorab gut durchdenken.

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Wechsel von Trocken- auf Nassfutter:

Die Vermischung der Futtersorten kann zu Störungen im Verdauungstrakt führen – sensible Katzen reagieren auf die neue Konsistenz, die Zusammensetzung und den erhöhten Feuchtigkeitsgehalt häufig mit Bauchschmerzen und Durchfall.

Wechsel von Trocken- auf Nassfutter

Vorgehen bei der Umstellung

  • Feuchten Sie das gewohnte Trockenfutter etwas an.
  • Erhöhen Sie die Feuchtigkeit Tag für Tag, bis das Futter die Konsistenz von Nassfutter erreicht.
  • Anschließend: Mischen Sie das Nassfutter langsam unter und ersetzen Sie schrittweise das Trockenfutter komplett.

Wechsel von Nass- auf Trockenfutter:

Da Katzen als ehemalige Wüstenbewohner von Natur aus wenig trinken, deckt der hohe Wasseranteil in Nassfutter fast den gesamten Flüssigkeitsbedarf des Stubentigers.

Wechsel von Trocken- auf Nassfutter

Vorgehen bei der Umstellung

  • Feuchten Sie das Trockenfutter an.
  • Verringern Sie den Feuchtigkeitsanteil täglich, sodass die Katze sich langsam von der Konsistenz des Nassfutters an die der Trockennahrung gewöhnt.

Vorteile von Trockenfutter

  • Bequeme Handhabung
  • Futter kann länger im Napf bleiben
  • Kostengünstiger
  • Positive Effekte für die Zahnhygiene und die Entwicklung des Kiefers Ihrer Katze

Umstellung auf BARF:

Die Umstellung von herkömmlichem Dosenfutter auf rohes Fleisch kann sowohl die Katze als auch Sie als Halter:in vor Herausforderungen stellen:

  • Ihre Katze muss sich mit dem Geruch anfreunden
  • Konsistenz ist nicht mit dem industriell hergestellten Futter vergleichbar
  • Abrupter Wechsel: kann Inakzeptanz und Verdauungsprobleme zur Folge haben
Wechsel von Trocken- auf Nassfutter

 

Wenn es keine medizinische Notwendigkeit für eine schnelle Umstellung gibt, empfiehlt sich eine langsame, behutsame Vorgehensweise:

  • Mischen Sie zunächst kleine Stücke unter das Nass- oder Trockenfutter
  • Für erste Versuche: Kochen oder braten Sie das Fleisch an
  • Vermeiden Sie Ablehnung: Verringern Sie die Koch- bzw. Bratzeit nur in kleinen Schritten, bis Ihre Katze ganze rohe Stücke annimmt und anstandslos verspeist.
  • Positive Effekte für die Zahnhygiene und die Entwicklung des Kiefers Ihrer Katze

Durch das „barfen“ ermöglichen Sie Ihrer Katze eine Ernährungsform, die der in seiner ursprünglichen, natürlichen Umgebung am nächsten kommt.

Futterumstellung im Detail

Altersbedingte Futterumstellung

Im Laufe eines Katzenlebens ist ein Wechsel von Kitten- auf Adult- und später auf Seniorenfutter sinnvoll. Je nach Lebensstadium benötigt Ihr Tier andere Rationen an Nährstoffen, denn sowohl die Bedürfnisse als auch die Aktivität ändern sich.

Welpen- und Juniorfutter

Kittenfutter:

  • 6 - 7 Wochen:
    Kitten trinken bei der Mutter
  • Ab Woche 4: etwas Nassfutter
  • Nach Woche 6: etwas Trockenfutter
Welpen- und Juniorfutter
Adultfutter

Adultfutter:

  • Nach etwa 12 Monaten
Welpen- und Juniorfutter
Seniorfutter

Seniorfutter:

  • Ab dem 8. Lebensjahr
Welpen- und Juniorfutter

Gesundheitsbedingte Futterumstellung

Futterumstellung bei Erkrankungen (Diätfutter):

Diätfuttermittel sind nicht ausschließlich zum Abnehmen gedacht, sondern auch sinnvoll für spezielle Ernährungszwecke bei: Niereninsuffizienz, Darmerkrankungen, Harnsteine oder Grieß, Allergien und Unverträglichkeiten, Übergewicht.

Welpen- und Juniorfutter

Futterumstellung bei Unverträglichkeiten oder Allergien (hypoallergenes Futter):

Per Ausschlussverfahren finden Sie heraus, auf welchen Futterbestandteil Ihre Katze allergisch reagiert oder welche sie nicht verträgt.

Futterumstellung zur Unterstützung der Gesundheit (Special Diet)

Futterumstellung bei Untergewicht (High Energy Futter)

Wie lange dauert eine Futterumstellung?

Die Dauer einer erfolgreichen Futterumstellung ist abhängig von den Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie alt ist Ihre Katze?
  • Wie lange hat sie das vorherige Futter bekommen?
  • Erfolgt die Futterumstellung freiwillig oder aus medizinischen Gründen?
  • Wie ist Ihre Katze und ihre Verdauung konstituiert (robust oder sensibel)?
Wie lange dauert eine Futterumstellung?

Die Umstellung von Trocken- auf Nassfutter, von Nass- auf Trockenfutter, BARF oder auf einen anderen Futtermittelhersteller dauert durchschnittlich zwei bis drei Wochen – bei wählerischen Katzen kann sich dieser Zeitraum auf sechs bis acht Wochen verlängern.

Wie gelingt eine Futterumstellung am besten?

Katzen sind Gewohnheitstiere – ihr ablehnendes Verhalten gegenüber Neuem ist genetisch bedingt und stellt Sie als Halter:in vor Herausforderungen, wenn es um das Thema Futterumstellung geht. Geduld lautet das Zauberwort.

Neben der Akzeptanz der neuen Nahrung spielt der Verdauungsapparat der Katze eine wichtige Rolle bei der Futterumstellung. Daher sollte der Wechsel zwischen Trocken-, Nassfutter oder BARF auch aus Berücksichtigung des Magen-Darm-Trakts behutsam und langsam erfolgen.

Für die optimale, erfolgreiche Umstellung gibt es zwei Möglichkeiten:

Zwei-Schüssel-Methode Erfolgreichste Strategie:
Substitutionsmethode
Einige Tage: Stellen Sie das Schälchen
mit neuem Futter neben das gewohnte,
damit die Katze sich an den Geruch
gewöhnen kann.
Tauschen Sie das alte Futter in kleinen
Schritten gegen das neue Futter aus bzw.
mischen Sie es unter.
Mit etwas Glück wird Ihre Katze
das Futter schon nach ein paar Tagen
fressen.
Starten Sie mit 1/10 des neuen
Futters und erhöhen Sie den Anteil nur
sehr langsam (alle paar Tage).
Wie gelingt eine Futterumstellung am besten
Welpen- und Juniorfutter

Wenn medizinisch kein Anlass zur Eile besteht, hat sich die „Substitutionsmethode“ bei der Futterumstellung besonders bewährt. Akzeptiert Ihre Katze das Unbekannte nicht, sollten Sie die Menge reduzieren sowie behutsamer und langsamer vorgehen – die Umstellung dauert dementsprechend länger.

Futterumstellung bei Kitten

Bei Kitten wird eine Empfehlung zum Grundsatz – Schritt für Schritt:

  • Nach etwa 5 Wochen: Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung. Breiiges Kitten-Futter, anfangs vermischt mit Aufzuchtmilch, bietet den optimalen Übergang zu späterem Katzenfutter.
  • Der Organismus einer Babykatze vollbringt in der Wachstums- und Entdeckungsphase Schwerstarbeit: Der Energiebedarf eines Kittens ist etwa der doppelte einer ausgewachsenen Katze.
  • Eigenschaften Futter für heranwachsende Katzen: höhere Energiewerte und hochverdauliche Eiweiße.
  • Nach etwa 7 Monaten: Erwachsenenfutter. Bieten Sie Ihrer Katze mehrere Geschmacksrichtungen an. Durch die früh erfahrene Abwechslung beugen Sie Futtermäkeleien im Erwachsenenalter vor.
Wechsel zwischen Nassfutter, Trockenfutter oder BARF

Sie möchten mehr über eine erfolgreiche Futterumstellung für Ihre
Katze erfahren? In unserer kostenlosen Info-Broschüre finden Sie
weitere ausführliche Informationen zum Thema.

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